Immobilienfinanzierung

Die Finanzierung der eigenen vier Wände, egal, ob als Bauvorhaben oder Kauf einer fertigen Immobilie muss sehr gut überlegt und akribisch geplant werden. Nur dann wird der Traum vom eigenen Zuhause kein Albtraum. Angefangen mit einem Bausparvertrag, um das notwendige Eigenkapital anzusparen und sich gleichzeitig niedrige Darlehenszinsen zu sichern, über die Möglichkeiten der staatlichen Förderung, bis hin zu den verschiedenen Arten, die für eine Immobilienfinanzierung infrage kommen, gibt es viele Aspekte, die zu berücksichtigen und abzuwägen sind.

Nicht vergessen werden darf auch die Frage der Höhe des Eigenkapitals, das idealerweise in die Immobilienfinanzierung einzubringen ist und welche Art der Finanzierung die beste Variante ist. Vorab sollte auch die Frage geklärt sein, wie viel Darlehen die Bank überhaupt vergibt und wie hoch die monatliche Belastung sein darf.

Die Immobilienfinanzierung – ein besonderer Kraftakt

Bei den meisten Menschen, die ein Haus bauen oder eine fertige Immobilie erwerben, handelt es sich um die größte finanzielle Aktion ihres Lebens. Viele bauen nur einmal und zahlen dann bis zu 30 Jahre oder noch länger, bis die Immobilie ihnen auch wirklich gehört. Deswegen ist die Planung besonders wichtig. Wenn die Belastung zu hoch ist oder andere widrige Umstände eintreten, kann es schnell passieren, dass der Traum wie eine Seifenblase zerplatzt und ein Berg von Schulden übrig bleibt.

Wichtige Aspekte, die Berücksichtigung finden müssen im Überblick

• Finanzierung mit oder ohne Eigenkapital
• Welche Darlehensform ist geeignet
• Ist ein Bausparvertrag sinnvoll
• Wie viel Geld wird die Bank geben
• Wie hoch darf die monatliche Rate sein

Tipps für die Immobilienfinanzierung zur Eigennutzung

1. Eine Immobilie muss man sich leisten können

Nur wegen der günstigen Zinsen, die aktuell am Hypothekenmarkt zu finden sind, sollte die Entscheidung für den Kauf oder Bau einer Immobilie nicht getroffen werden. Wer eine Immobilienfinanzierung plant, sollte einen sicheren Arbeitsplatz haben und genau wissen, was er im Leben erreichen will.

2. Möglichst nicht ohne Eigenkapital finanzieren

Das Eigenkapital spielt bei der der Immobilienfinanzierung eine wichtige Rolle. Als Eigenkapital zählt nicht nur Geld aus Sparguthaben oder Guthaben aus Bausparverträgen, sondern auch die Muskelhypothek. Über die Muskelhypothek werden, wenn gebaut wird, eine Reihe von Leistungen in Eigenregie erbracht. Experten raten dazu, in eine Immobilienfinanzierung grundsätzlich mindestens 25 Prozent Eigenkapital einzubringen. Auch dann, wenn es heute theoretisch möglich ist, eine Vollfinanzierung zu bekommen.

3. Auf das richtige Finanzierungsmodell kommt es an

Wer eine Immobilie finanziert, die er selbst nutzen will, den Klassiker unter den Hypothekendarlehen das Annuitätendarlehen wählen. Parallel ist ein Bauspardarlehen aus einem zuteilungsreifen Bausparvertrag ideal. Bei der Wahl der Bank sollten die Konditionen ausschlaggebend sein. In Niedrigzinsphasen ist eine möglichst lange Zinsbindung zu wählen.

4. Den Zusammenhang von Zins und Tilgung berücksichtigen

Insbesondere in Niedrigzinsphasen sollte bei Abschluss eines Hypothekendarlehens eine höhere Tilgung gewählt werden. Bei nur einprozentiger Tilgung dauert die Entschuldung sonst extrem lange. Mit einer Tilgung von zwei oder drei Prozent ist eine schnellere Entschuldung möglich.